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Die Highlander-Route: Der ultimative 7-Tage-Burgen-Roadtrip

25.6.2024Von RoyalLegacy Editor
Die Highlander-Route: Der ultimative 7-Tage-Burgen-Roadtrip

Schottland ist die Burgenhauptstadt der Welt. Es ist unmöglich, 20 Minuten lang zu fahren, ohne eine Ruine auf einem Hügel, ein Turmhaus auf einem Feld oder eine Festung an einem See zu sehen. Aber wenn Sie nur eine Woche Zeit haben, wohin sollten Sie fahren? Sie können sie unmöglich alle sehen.

Dies ist die Highlander-Route: ein kuratierter 7-tägiger Rundweg, der Sie von der Hauptstadt über die dramatische Ostküste in das wilde Herz der Highlands und durch die Täler zurückführt. Er führt zu den absoluten Ikonen der schottischen Geschichte („The Big Five“) sowie zu einigen versteckten Juwelen.

Das Fahrzeug

Mieten Sie ein Auto. Die öffentlichen Verkehrsmittel in den Highlands verkehren unregelmäßig.

  • Tipp: Mieten Sie ein kleineres Auto. Die Straßen in den Highlands können unglaublich eng sein (Single Track). Das Navigieren mit einem riesigen SUV ist stressig.
  • Das Getriebe: Die meisten Mietwagen in Großbritannien haben ein Schaltgetriebe. Wenn Sie nicht schalten können, buchen Sie Monate im Voraus ein Automatikauto.

Tag 1: Edinburgh (Die Hauptstadt)

  • Die Fahrt: 0 Meilen (Zu Fuß erkunden).
  • Edinburgh Castle: Beginnen Sie hier. Es dominiert die Skyline auf einem erloschenen Vulkan. Sehen Sie die Honours of Scotland (Kronjuwelen) und den Stone of Destiny. Warten Sie auf die One O’Clock Gun.
  • Das Geheimnis: Spazieren Sie die Royal Mile hinunter zum Holyrood Palace (der Residenz der Königin).
  • Craigmillar Castle: Nehmen Sie ein Taxi etwas außerhalb der Stadt. Bekannt als „Schottlands andere Burg“. Es ist eine Ruine, in der Maria Stuart ein Komplott schmiedete, um ihren Ehemann zu ermorden. Im Gegensatz zur Hauptburg können Sie hier frei auf allen Mauern herumklettern.
  • Übernachtung: Edinburgh.

Tag 2: Stirling (Das Tor)

  • Die Fahrt: Edinburgh nach Stirling (1 Stunde, Autobahn M9).
  • Stirling Castle: Historisch gesehen wichtiger als Edinburgh. „Wer Stirling hält, hält Schottland.“ Es thront auf einem steilen Felsen. Der Königspalast hier wurde in seiner leuchtend gelben Renaissance-Pracht restauriert.
  • Das Wallace Monument: Keine Burg, sondern ein Turm mit Blick auf die Schlacht von Stirling Bridge. Sehen Sie sich William Wallaces gewaltiges Schwert an (es ist 1,63 Meter lang!).
  • Doune Castle: 15 Autominuten entfernt. Berühmt als „Castle Leoch“ in Outlander, Winterfell in Game of Thrones und die Burg aus Die Ritter der Kokosnuß. Es hat einen der besten Audioguides der Welt (gesprochen von Terry Jones von Monty Python).
  • Übernachtung: Callander (Tor zu den Highlands).

Tag 3: Der Ostküsten-Läufer

  • Die Fahrt: Callander nach Stonehaven (2 Stunden malerische Fahrt über Dundee).
  • Glamis Castle: Das Elternhaus von Queen Mum. Roter Sandstein, märchenhafte Türmchen. Es behauptet von sich selbst, das am meisten heimgesuchte Schloss Schottlands zu sein (siehe unseren „Geister“-Artikel).
  • Dunnottar Castle: Das ist das große Highlight. Eine dramatische, zerklüftete Ruine, die auf einer riesigen Felsenhalbinsel in der Nordsee thront. Es sieht aus wie eine Filmkulisse. Hier wurden die Kronjuwelen vor Oliver Cromwell versteckt. Sie müssen einen Klippenpfad hinabsteigen, um dorthin zu gelangen.
  • Übernachtung: Stonehaven oder Aberdeen.

Tag 4: In die Wildnis (Die Cairngorms)

  • Die Fahrt: Aberdeen nach Inverness über die Snow Roads (A939). Dies ist eine der besten Panoramastraßen der Welt.
  • Balmoral Castle: Das private Feriendomizil der königlichen Familie. Meistens kann man nur den Ballsaal besichtigen, aber die Fahrt durch Royal Deeside ist spektakulär.
  • Corgarff Castle: Eine strenge, weiße, sternförmige Festung, die einsam in der wilden Moorlandschaft liegt. Sie wurde genutzt, um Whiskyschmuggler zu jagen.
  • Whisky-Stopp: Halten Sie bei der Dalwhinnie Distillery, der höchstgelegenen Destillerie in Schottland.
  • Übernachtung: Inverness.

Tag 5: Loch Ness & Urquhart

  • Die Fahrt: Inverness nach Kyle of Lochalsh (2 Stunden).
  • Urquhart Castle: Direkt am Ufer von Loch Ness gelegen. Es ist eine Ruine, aber die Lage ist unschlagbar. Es wird hier sehr voll, gehen Sie also gleich morgens hin. Halten Sie vom Grant Tower aus Ausschau nach Nessie.
  • Eilean Donan Castle: Die meistfotografierte Burg Schottlands. Sie liegt auf einer kleinen Insel, an der drei große Meeresarme zusammenfließen, verbunden durch eine ikonische Steinbrücke. Wenn Sie den Film Highlander oder James Bond (Die Welt ist nicht genug) gesehen haben, kennen Sie diesen Ort.
  • Übernachtung: Isle of Skye oder Plockton.

Tag 6: Die Isle of Skye

  • Die Fahrt: Eine Runde um Skye.
  • Dunvegan Castle: Das älteste durchgehend bewohnte Schloss Schottlands (die Häuptlinge des Clan MacLeod leben hier seit 800 Jahren). Sehen Sie die „Fairy Flag“ – ein Stück Seide, dem magische Kräfte nachgesagt werden und das dem Clan angeblich von Feen geschenkt wurde.
  • Duntulm Castle: Der Geist einer Ruine an der Nordspitze der Insel.
  • Übernachtung: Skye.

Tag 7: Die Rückkehr durch Glencoe

  • Die Fahrt: Skye nach Edinburgh (4,5 Stunden). Eine lange, aber atemberaubende Fahrt.
  • Glencoe: Fahren Sie durch das dramatischste Tal Schottlands. Der Ort des Massakers von 1692.
  • Kilchurn Castle: Eine romantische Ruine am Kopf von Loch Awe. Sie liegt auf Höhe des Wasserspiegels und spiegelt sich perfekt darin.
  • Inveraray Castle: Der Stammsitz des Duke of Argyll (zu sehen in Downton Abbey). Ein ganz anderer Stil – grüner Stein und konische Türmchen.
  • Rückkehr nach Edinburgh.

Die beste Reisezeit

Das schottische Wetter ist berühmt für seine Unberechenbarkeit, aber jede Jahreszeit hat ihren eigenen Charakter.

  • Sommer (Juni–August): Die längsten Tage sind außergewöhnlich – zur Sommersonnenwende wird der Nordhimmel nie ganz dunkel. Aber dies ist auch die Hauptsaison. Eilean Donan und Edinburgh Castle werden überfüllt sein. Buchen Sie Unterkünfte Monate im Voraus. Die schottischen Midges (winzige Beißinsekten) tauchen ab Juni in Massen auf; nehmen Sie Abwehrmittel mit.
  • Herbst (September–Oktober): Die beste Jahreszeit für Fotografen. Das Heidekraut färbt die Hänge violett, dann zieht goldenes Farnkraut durch die Täler. Die Menschenmassen dünnen nach den Sommerferien aus. Kühler, aber das Licht ist wunderbar.
  • Winter (November–März): Dramatisch. Schnee auf den Gipfeln, Frost auf den Ruinen, und vielleicht haben Sie Dunnottar oder Urquhart fast ganz für sich allein. Einige Sehenswürdigkeiten haben reduzierte Öffnungszeiten. Die Fahrt über Gebirgspässe erfordert aufmerksame Beachtung der Straßenverhältnisse.
  • Frühling (April–Mai): Lämmer auf den Feldern und weniger Touristen. Der perfekte Kompromiss.

Praktische Tipps zum Autofahren

  • Single Track Roads: In den Highlands haben viele Straßen nur eine Spur für beide Richtungen. Sie haben „Passing Places“ (Ausweichstellen).
    • Regel 1: Wenn Ihnen ein Auto entgegenkommt, fahren Sie in die Ausweichstelle auf Ihrer linken Seite.
    • Regel 2: Wenn die Ausweichstelle auf der rechten Seite ist, warten Sie gegenüber. Überqueren Sie nicht die Straße.
    • Regel 3: WINKEN SIE! Jeder winkt, um sich zu bedanken. Es ist höflich.
  • Treibstoff: Tankstellen können im Norden 50 Meilen voneinander entfernt sein. Lassen Sie den Tank nicht zu leer werden.
  • Mitgliedschaft: Wenn Sie so viele Sehenswürdigkeiten besuchen, kaufen Sie einen „Explorer Pass“ von Historic Scotland. Er kostet etwa £35 und gewährt Ihnen freien Eintritt in Edinburgh, Stirling, Urquhart und mehr. Das spart Ihnen ein Vermögen.