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Castelo de Guimarães

Castelo de Guimarães

📍 Guimarães, Portugal 📅 Gebaut im Jahr 10. Jahrhundert

Die heilige Wiege von Portugal

Majestätisch und unerschütterlich auf dem heiligen Latito-Hügel thronend, ist das Castelo de Guimarães (die Burg von Guimarães) zweifellos das mit Abstand stärkste, bedeutendste und emotionalste Symbol der gesamten portugiesischen nationalen Identität. Im Volksmund wird diese uralte Anlage daher überaus liebevoll und voller Stolz als der Berço da Nação (die Wiege der Nation) bezeichnet. Ihre extrem rauen, völlig schmucklosen und massiven Steinmauern sowie die sieben charakteristischen, quadratischen Wehrtürme bilden das unauslöschliche, ikonische Bild der blutigen, aber glorreichen Gründung dieses stolzen Landes. Im absoluten und sehr scharfen Kontrast zu den weitaus späteren, überaus romantischen, reich verzierten und verspielten Märchenpalästen von Sintra, handelt es sich hierbei um eine todernste, kompromisslose und rein funktionale militärische Festung aus dem dunklen 10. Jahrhundert. Diese Burg wurde ganz explizit und ausschließlich für brutale Kriege, zermürbende Belagerungen und das nackte Überleben erbaut, nicht für den höfischen Prunk oder repräsentative Zwecke.

Ihre lange, unruhige Geschichte nimmt ihren dokumentierten Anfang im Jahr 968 nach Christus. Zu dieser Zeit gab die extrem mächtige, einflussreiche und weitsichtige Gräfin Mumadona Dias den strengen Befehl zur eiligen Errichtung einer wehrhaften Festung an genau dieser strategischen Stelle. Das primäre Ziel war es, das äußerst reiche, aber völlig schutzlose, nahegelegene Kloster São Mamede vor den zunehmend verheerenden, rücksichtslosen und brutalen Raubzügen der plündernden Wikinger aus dem hohen Norden und den expandierenden, islamischen Mauren aus dem fernen Süden zu beschützen. Zwar bestand die allererste, ursprüngliche Befestigungsstruktur an dieser Stelle mit größter Wahrscheinlichkeit lediglich aus simplen, aufgeschütteten Erdwällen und angespitzten Holzpalisaden, doch genau diese rudimentäre Basis legte das dauerhafte militärische Fundament für jenen unverwüstlichen, steinernen Wächter, den wir noch heute in seiner ganzen Wucht bewundern können. Die Burg stand jahrhundertelang als ein extrem isolierter, gefährlicher und einsamer Außenposten direkt an der umkämpften, blutigen Grenze der Christenheit – ein schier unbezwingbarer Schild gegen die ständigen, massiven militärischen Bedrohungen sowohl aus dem Süden als auch aus dem Norden.

Die sagenumwobene Geburt des allerersten Königs

Im 11. Jahrhundert erlebte die Festung einen entscheidenden, historischen Bedeutungszuwachs, als sie zum offiziellen, herrschaftlichen Wohnsitz des ambitionierten Grafen Heinrich von Burgund (Dom Henrique de Borgonha) und seiner einflussreichen Ehefrau, Prinzessin Teresa von León, auserkoren wurde. Den beiden wurde kurz zuvor die Verwaltung der begehrten, aufstrebenden Grafschaft Portucale (dem Vorläufer des heutigen Portugals) durch den mächtigen König von León formell und feierlich übertragen. Und genau hier, geschützt und verborgen tief im Inneren dieser massiven, kalten und wehrhaften Burgmauern, erblickte um das historische Jahr 1109 herum ihr gemeinsamer Sohn, der spätere Legendenstatus erlangende Afonso Henriques, das Licht der Welt. Dieser junge Afonso sollte im Laufe seines extrem langen und blutigen Lebens zu einer der absolut legendärsten, schillerndsten und verehrtesten historischen Figuren der gesamten iberischen Halbinsel heranwachsen – dem allerersten, unangefochtenen und siegreichen König von Portugal (Afonso I.).

Nur einen sehr kurzen, leicht abfallenden Fußweg direkt unterhalb der schützenden Burgmauern befindet sich die extrem kleine, sehr düstere und winzige romanische Kapelle São Miguel do Castelo. Wer heute das dunkle, kühle Innere dieses alten Gotteshauses betritt, kann dort noch immer ehrfürchtig das extrem schlichte, massive und aus rohem Stein gehauene Taufbecken (die sogenannte Baptismal Font) betrachten, an dem der Überlieferung nach der neugeborene Säugling Afonso einst feierlich auf den christlichen Glauben getauft wurde. Der unebene, steinerne Fußboden dieser kleinen, sehr bescheidenen Kapelle ist heute bemerkenswerterweise fast vollständig gepflastert mit den extrem verwitterten und moosbedeckten Grabsteinen (Gravestones) unzähliger alter, edler Ritter. Dies unterstreicht auf eine sehr stille, aber extrem kraftvolle Weise die überaus tiefen, untrennbaren und jahrhundertealten militärischen sowie zutiefst religiösen und spirituellen Wurzeln dieser Anlage. Es ist ein stiller Ort von extrem ruhiger, fast schon ehrfürchtiger Besinnlichkeit, an dem moderne Besucher buchstäblich den absolut rohen, ungeschönten und wahren Anfang der portugiesischen Nationalgeschichte physisch berühren und nachempfinden können.

Die entscheidende, blutige Schlacht von São Mamede (Battle of São Mamede)

Das weite, ehemals sehr offene Feld von São Mamede, das sich direkt und unmittelbar vor den dicken Mauern der Burg erstreckt, gilt bis zum heutigen Tag unter den Portugiesen als absolut geheiligter, historischer Boden (hallowed ground). Genau hier fand an einem schicksalhaften Sommertag, am 24. Juni des Jahres 1128, eine absolut entscheidende, blutige und extrem brutale Schlacht statt, die die politische Landkarte von ganz Europa für immer drastisch und nachhaltig verändern sollte. Der damals noch sehr junge, ungestüme und extrem ambitionierte Afonso Henriques – er war zu diesem Zeitpunkt gerade einmal 18 oder 19 Jahre alt – führte eine massive und sehr gut geplante Rebellion einer großen Gruppe unzufriedener, einflussreicher portugiesischer Barone an. Und diese blutige Rebellion richtete sich tragischerweise direkt gegen seine eigene, regierende Mutter, die ehrgeizige Gräfin Teresa, und deren mächtigen galizischen Liebhaber, den einflussreichen Adligen Fernão Peres de Trava. Teresa wollte aus rein politischen, egoistischen Motiven um absolut jeden Preis die sehr engen, fast schon unterwürfigen Bindungen (oder gar die komplette, demütigende Unterwerfung) ihrer Grafschaft an das viel mächtigere Nachbarkönigreich Galizien und León aufrechterhalten.

Die unerbittliche Schlacht an diesem Sommertag war zwar sehr kurz, aber dafür von unfassbarer, schierer Brutalität geprägt. Die entschlossenen, gut trainierten Streitkräfte des jungen Afonso errangen einen absolut vernichtenden, klaren Sieg, und er riss daraufhin sofort, unerbittlich und gnadenlos die alleinige, absolute Kontrolle über die gesamte Grafschaft Portucale an sich. Genau dieser historische, entscheidende militärische Sieg wird heute von fast allen Historikern völlig einstimmig als der absolut grundlegende, wichtigste Moment für die hart erkämpfte, endgültige portugiesische Unabhängigkeit betrachtet. Er ermöglichte es dem jungen Afonso schließlich, sich im Jahr 1139 völlig selbstbewusst und unabhängig zum allerersten, souveränen König (Rei) auszurufen und im Anschluss daran sofort die groß angelegte, jahrhundertelange Reconquista (Rückeroberung) gegen die muslimischen Mauren im tiefen Süden der iberischen Halbinsel mit unbarmherziger Härte und taktischem Geschick zu beginnen. Ohne genau diese starke, wehrhafte Burg und ohne den brillanten Sieg in dieser spezifischen Schlacht würde das stolze Land Portugal als eine völlig unabhängige, eigenständige und souveräne Nation heute mit größter Wahrscheinlichkeit überhaupt nicht existieren.

Die Architektur: Der massive, eiserne Schild des Nordens

Die gesamte militärische Architektur der Burg ist ein absolut herausragendes, lehrbuchhaftes und nahezu perfekt erhaltenes Beispiel für extrem frühes, rein romanisches und völlig kompromissloses militärisches Festungsdesign. In ihrem Grundriss ist sie unverkennbar geformt wie ein massiver, überdimensionaler Wappenschild (Shield), der von sieben extrem robusten, schmucklosen und quadratischen Verteidigungstürmen umgeben ist, welche die mächtigen, hohen Ringmauern schützen und stützen. Die extrem dicken Mauern selbst sind aus sehr grob und unregelmäßig behauenen Granitblöcken (Granite blocks) scheinbar hastig aufgeschichtet, was überaus eindrucksvoll von der enormen, zeitlichen Dringlichkeit und der reinen, harten Praktikabilität ihrer schnellen Errichtung zeugt. Das mit Abstand imposanteste und dominierendste, sichtbare architektonische Merkmal der gesamten Anlage ist unzweifelhaft der sogenannte **Torre de Menagem** (der massige, wehrhafte Bergfried oder Keep), der sich stolze 27 Meter hoch im absoluten, geometrischen Zentrum des großen Innenhofs in den Himmel reckt. Interessanterweise ist jedoch genau dieser zentrale Bergfried historisch gesehen eigentlich eine viel spätere architektonische Ergänzung, die erst im 13. Jahrhundert von König Dinis (König Dionysius) nachträglich hinzugefügt und erbaut wurde, um die generellen, alternden Verteidigungsanlagen der Burg nochmals massiv und modern zu verstärken und dem neuesten Stand der Militärtechnik anzupassen.

Dieser gewaltige Bergfried wurde in seiner Funktion ganz explizit als der allerletzte, absolute Zufluchtsort (Refuge) für die eingeschlossene Königsfamilie und die restliche Garnison im schlimmsten Falle einer erfolgreichen, feindlichen Erstürmung konzipiert. Sein einziger, rettender Eingang befindet sich klugerweise sehr hoch oben im zweiten Stockwerk und war in der damaligen, kriegerischen Zeit ausschließlich über eine extrem schmale, wackelige Holzbrücke zu erreichen, die im Falle einer akuten, lebensbedrohlichen Belagerung sehr schnell und einfach entweder komplett zerstört (verbrannt) oder schnell nach innen hochgezogen werden konnte. Auf diese clevere, aber auch sehr verzweifelte Weise blieben die überlebenden Verteidiger im Inneren zwar völlig isoliert und von jeglicher Hilfe von außen abgeschnitten, waren aber vorerst absolut sicher vor feindlichen Pfeilen und Stürmungen geschützt. Heute können die zahlreichen Besucher völlig gefahrlos über eine sehr gut gesicherte, moderne und feste Zugangsbrücke gehen, um das beeindruckende Innere des hohen Bergfrieds zu betreten und sich eine sehr informative, spannende Ausstellung über die reiche Geschichte der Burg anzusehen. Die gut erhaltenen, sehr hohen Zinnen und die weiten, umlaufenden Wehrgänge (die sogenannten chemin de ronde), die die einzelnen, hohen Wachtürme miteinander verbinden, bieten den Besuchern heute atemberaubende, schier endlose und unbezahlbare Panoramablicke über die malerische Stadt Guimarães tief unten im Tal und die herrlich üppige, sehr grüne und idyllische Hügellandschaft der nordportugiesischen Minho-Region.

Die geheimnisvolle Legende vom alten Olivenbaum

Direkt auf dem großen, gepflasterten Platz vor der wunderschönen, alten Kirche Nossa Senhora da Oliveira (Unsere Liebe Frau vom Olivenbaum) tief unten in der historischen Altstadt der Stadt, steht majestätisch ein unglaublich alter, knorriger und vom Wetter stark gezeichneter Olivenbaum (Olive Tree). Genau dieser spezifische Baum ist durch eine überaus populäre, tief verwurzelte lokale Legende untrennbar und magisch mit der Entstehungsgeschichte der großen Burg hoch oben auf dem Hügel verbunden. Die alte, faszinierende Legende erzählt davon, dass der weise Wamba, ein einfacher Westgote, der einst sehr hartnäckig und völlig gegen seinen eigenen, ausdrücklichen Willen von den Adligen zum neuen König gewählt wurde, vor Wut und Verzweiflung seinen eigenen Speer aus hartem, trockenem Holz wuchtig tief in den harten Boden der Stadt rammte. Er deklarierte daraufhin lautstark, feierlich und voller Überzeugung, dass er die ungewollte, schwere Krone nur und ausschließlich dann akzeptieren würde, wenn genau dieses völlig tote, trockene Stück Holz augenblicklich wieder grüne Blätter sprießen lassen würde. Wie durch ein echtes Wunder verwandelte sich der spitze Speer angeblich in Bruchteilen von Sekunden in einen gewaltigen, saftig grünen und lebendigen Olivenbaum. Dieses legendäre göttliche Wunder (Miracle) soll sich genau hier, mitten in Guimarães, ereignet haben und zementierte dadurch den Status der Stadt als ein von Gott auserwählter Ort des Schicksals, der Vorhersehung und der ultimativen göttlichen Gnade (Divine favor) – und das alles lange Zeit, bevor auch nur der allererste, grobe Stein für die spätere Burg auf dem Hügel überhaupt gelegt wurde.

Der langsame Verfall und die rettende, späte Intervention

Gegen Ende des 15. Jahrhunderts, als die weitreichenden Grenzen des portugiesischen Königreichs durch unzählige siegreiche Schlachten immer weiter extrem weit nach Süden verschoben worden waren, und zudem die ersten extrem zerstörerischen Pulvergeschütze (Schießpulver-Artillerie) weite Verbreitung auf den Schlachtfeldern fanden, verlor die alte, massiv gebaute Burg schlagartig und endgültig ihre einst so immense strategische, militärische und geografische Bedeutung. Sie wurde daraufhin pragmatisch, aber auch sehr lieblos zu einem düsteren königlichen Hochsicherheitsgefängnis umfunktioniert, in dem fast ausschließlich sehr hochrangige, gefährliche politische Gefangene fernab der Öffentlichkeit eingekerkert wurden. Im Laufe der folgenden, unzähligen Jahrhunderte verfiel die Anlage unweigerlich und bedauernswerterweise in einen sehr langsamen, extrem traurigen und unaufhaltsamen Ruinenzustand. Im späten 19. Jahrhundert war das einstige, stolze Bauwerk schließlich zu einem schmutzigen, verrufenen Schuldturm (Debtors' prison) für die absolut ärmsten Bürger der Region degradiert worden, und die lokalen, kurzsichtigen städtischen Behörden debattierten sogar mehrfach sehr ernsthaft darüber, die gesamte, riesige Ruine schlichtweg komplett abzureißen, um ihre massiven, gut behauenen Steine billig als einfaches Pflaster für die vielen Straßen und neuen Gassen von Guimarães wiederzuverwenden.

Gerettet wurde dieses einmalige nationale Erbe erst im allerletzten Moment durch den enormen, unermüdlichen Patriotismus und den leidenschaftlichen Einsatz der sogenannten 'Martins Sarmento Society' – einer sehr elitären, hochgebildeten und engagierten Gruppe von lokalen, einflussreichen Intellektuellen und Historikern, die den unschätzbaren, symbolischen und historischen Wert der alten Steine zum Glück noch absolut rechtzeitig erkannten. Sie führten eine sehr lange, laute und extrem erbitterte öffentliche Kampagne für den sofortigen Stopp des drohenden Abrisses und die dringende Erhaltung der Ruine, was schließlich in dem fulminanten, späten Erfolg gipfelte, dass das Gebäude im Jahr 1910 feierlich und hochoffiziell zu einem unantastbaren Nationaldenkmal (National Monument) erklärt wurde. Eine anschließende, sehr umfassende, gewaltige und extrem teure architektonische Restaurierungskampagne in den 1940er Jahren, welche direkt in der umstrittenen Ära des diktatorischen Estado Novo-Regimes stattfand, gab der Burg schließlich jenes extrem makellose, wehrhafte und furchteinflößende Erscheinungsbild zurück, in dem sie sich der faszinierten Welt heute noch immer voller Stolz präsentiert.

Der luxuriöse Palast der mächtigen Herzöge (Palace of the Dukes)

Nur einen buchstäblich winzigen, kaum merkbaren Steinwurf von den dicken, rauen Burgmauern entfernt erhebt sich sehr majestätisch der weitaus spätere, sehr berühmte Palast der Herzöge von Braganza (auf Portugiesisch: Paço dos Duques). Dieses faszinierende Gebäude wurde im frühen 15. Jahrhundert von Afonso, dem mächtigen, ersten Herzog von Braganza (und nebenbei bemerkt dem illegitimen, aber anerkannten Sohn von König Johann I.), sehr aufwendig erbaut und bildet einen absolut scharfen, extrem faszinierenden und gewollten architektonischen Kontrast zu der extrem groben, rauen und schmucklosen Burg auf dem benachbarten Hügel. Während die Burg ausschließlich für den blutigen, grausamen Krieg, die eiserne Verteidigung und das Überleben steht, ist der Palast hingegen eine extrem luxuriöse, überaus repräsentative und verschwenderisch ausgestattete Residenz. Seine Architektur wurde damals stark und unübersehbar von den sehr viel eleganteren, feineren und verspielteren architektonischen Einflüssen aus Nordeuropa geprägt und inspiriert, was man heute besonders an seiner unverkennbaren, weltweit berühmten Silhouette erkennt – einem geradezu wahren "Wald" aus zahllosen, hohen und schlanken, extrem zylindrischen und markanten Backsteinschornsteinen (Cylindrical brick chimneys).

Auch dieser prunkvolle Palast war im Laufe der Zeit völlig zur Ruine zerfallen, wurde jedoch im frühen 20. Jahrhundert extrem kontrovers und hochgradig politisch umstritten massiv wiederaufgebaut und stark umgestaltet. Sein erklärtes, neues Ziel war es damals, dem umstrittenen Diktator António de Oliveira Salazar als äußerst repräsentative, hochoffizielle und stark geschützte Residenz im Norden des Landes zu dienen. Heute beherbergt das Gebäude jedoch ein absolut wunderbares, erstklassiges und hochinteressantes Museum, das unter anderem extrem seltene, riesige historische Wandteppiche, extrem exotische und seltene indo-portugiesische Antiquitätenmöbel und eine sehr beeindruckende, wertvolle Waffensammlung ausstellt. Die absolut unmittelbare und sehr nahe räumliche Nachbarschaft dieser beiden extrem unterschiedlichen, so wichtigen historischen Gebäude (die rohe, brutale Burg und der luxuriöse, prunkvolle Palast) erlaubt es heutigen Besuchern auf ganz wunderbare, direkte Weise, die extrem rasante, gesellschaftliche und architektonische Evolution und den faszinierenden Wandel des adligen Lebens hautnah nachzuvollziehen: vom unkomfortablen, extrem rauen, kühlen und primär nur auf Sicherheit bedachten Leben in einer dunklen Festung aus dem 10. Jahrhundert hin zum extrem opulenten, verwöhnten und verschwenderischen Wohnkomfort eines luxuriösen Adelspalastes aus dem 15. Jahrhundert.

Wichtige Besucherinformationen und nützliche Tipps

Die historische Stadt Guimarães ist verkehrstechnisch extrem gut und sehr bequem angebunden und lässt sich beispielsweise von der Großstadt Porto aus völlig problemlos und sehr entspannt mit den regulären, modernen und schnellen Vorortzügen (die Fahrtzeit beträgt hierbei etwa eine Stunde) erreichen. Die Burg selbst liegt nur einen sehr kurzen, wenn auch stetig ansteigenden und moderat anstrengenden Fußweg direkt vom historischen Zentrum der gemütlichen Stadt entfernt.

  • Der lohnende Fußweg (The Walk): Der sehr gut ausgebaute, malerische Pfad hinauf zur hochgelegenen Burg führt Sie unweigerlich an einer extrem imposanten, riesigen Bronzestatue von König Afonso Henriques vorbei. Er steht dort oben geradezu beschützend und heroisch auf Wache, fest bewaffnet mit seinem großen, breiten Schwert und seinem schweren Schild. Dieser Ort ist ein absoluter, weltweit bekannter Favorit und ein extremes Muss für wundervolle Erinnerungsfotos und begeisterte Selfies.
  • Das sehr praktische Kombi-Ticket (Combined Ticket): An den Kassen vor Ort ist ein extrem empfehlenswertes und preiswertes Einzelticket (Combined Ticket) erhältlich, welches Ihnen sofort den sehr großzügigen, gebündelten Zugang zu absolut allen drei wichtigsten, lokalen Sehenswürdigkeiten auf einmal gewährt: zum Burgfried, zum opulenten Palast der Herzöge von Braganza (Paço dos Duques) und ebenfalls zum sehr interessanten und wertvollen Alberto Sampaio Museum (Museu Alberto Sampaio). Dies bietet historisch interessierten Besuchern zweifellos ein absolut unschlagbares Preis-Leistungs-Verhältnis.
  • Die historische, alte Stadtmauer (The City Walls): Bitte verpassen Sie bei Ihrem ausgiebigen Rundgang auf gar keinen Fall das sehr markante, äußerst berühmte und viel fotografierte Teilstück der alten, historischen Stadtmauer, welches sich unmittelbar in der Nähe des zentralen städtischen Tourismusbüros befindet. An genau dieser alten Mauer prangt in riesigen, unübersehbaren und sehr stolzen, weißen Buchstaben die mittlerweile legendäre Inschrift: "Aqui Nasceu Portugal" (Was übersetzt so viel bedeutet wie: "Hier wurde Portugal geboren"). Ein absolutes Muss für jeden Besucher und Patrioten!
  • Köstliche lokale Süßigkeiten (Local Sweets): Nach dem anstrengenden und fordernden Aufstieg und der Besichtigung der rauen Burg sollten Sie sich unbedingt gebührend belohnen! Die absolut perfekte und traditionsreichste Art, dies zu tun, ist der schnelle und genussvolle Verzehr einer echten, lokalen Spezialität: den sogenannten Tortas de Guimarães. Es handelt sich hierbei um ein extrem köstliches, traditionell in einer Halbmondform gebackenes, blätterteigartiges, süßes Gebäck, das im Inneren sehr reichhaltig, saftig und unfassbar süß mit einer speziellen, typischen Kürbismarmelade (Squash jam) und feingehackten Mandeln gefüllt ist.